„Man muss die Menschen lieben“

KLJB München und Freising und KLVHS Petersberg luden Abgeordnete aus zwei Generationen zum Gespräch




Im Jahr der Bundestagswahl wählten die Katholische Landjugendbewegung München und Freising und die Katholische Landvolkshochschule Petersberg einen besonderen Ansatz, um mit Politikerinnen und Politikern ins Gespräch zu kommen. Parteipolitische und thematische Auseinandersetzung sollten dabei bewusst nicht im Vordergrund stehen, sondern vielmehr die Biographie der Politikerinnen und Politiker. Die eigene Motivation für das Politikmachen. Die Veranstalter, wollten die menschliche Seite von Politik zeigen und Begegnung ermöglichen.

An besonderen Orten, die zum Teil auch für die politische Biographie der Gesprächspartner standen fanden jeweils Treffen statt mit Gerda Hasselfeldt (CSU) und Dr. Andreas Lenz (CSU), Ewald Schurer (SPD) und Andreas Mehltretter (SPD) sowie Katharina Schulze (B90/Die Grünen) und Dr. Christian Magerl (B90/Die Grünen). Den Auftakt bildete am 23. Juli das Duo aus der CSU am Petersberg. Als Direktmandatsträger im Bundestag konnten Gerda Hasselfeldt und Andreas Lenz auch von den besonderen Herausforderungen der Arbeit zwischen Parlament und Wahlkreis berichten. Am 1. August trafen sich Ewald Schurer und Andreas Mehltretter auf dem Gelände des kirchlichen Zentrums in der Preysingstraße in München, wo die KLJB ihre Diözesangeschäftsstelle hat. Der Abend klang mit gemeinsamen Grillen aus.

Besonders naturnah trafen sich Christan Magerl und Katharina Schulze von den Grünen. In Marzling bei Freising. Dort, wo die dritte Startbahn für den Münchner Flughafen geplant ist, gegen welche die Grünen sich engagieren. Anschließend lud der Badesee an der Stoibermühle zur sommerlichen Erfrischung ein.

In den offenen und guten Gesprächen wurde deutlich, dass die Gründe, aktiv Politik zu machen sehr verschieden sind. Mal lagen Sie schon in der eigenen Familie begründet, mal waren konkrete Projekte, zum Beispiel im Umweltschutz, der Einstieg.

Einig waren sich alle in der Einschätzung, dass man als Politiker für die Menschen da ist und viel Motivation daraus zieht, für wen oder was man arbeitet. Gerda Hasselfeldt (CSU) bringt es auf den Punkt, wenn sie sagt: „Man muss die Menschen lieben“.

Darüber, dass sich durchaus etwas bewegen und verändern lässt durch politische Arbeit, waren sich ebenfalls alle einig.

Die interessierten Zuhörer bzw. Gesprächspartner konnten so für sich mitnehmen, dass es sich, vieler Herausforderungen zum Trotz lohnt, politisch aktiv zu werden, sich für seine Ziele einzusetzen und seinen Lebensraum demokratisch mitzugestalten. Dass die Menschen darauf Lust haben, davon lebt die Demokratie und wir hoffen, dass wir diese Lust bei einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wecken bzw. bestärken konnten.